„Wenn ich irgendwas tun kann, um anderen zu helfen, bin ich dabei!“ Das war der Impuls von Birgit Rohde, Social Entrepreneur – auf Deutsch soziale Unternehmerin – zu werden. Die Inhaberin der „Modeboutique Marose“ in Hamburg-Altona gründete gemeinsam mit ihrem aus Togo stammenden Partner Sam Bomboma die Theresa-Bomboma-Stiftung, die 20 junge Frauen in Togo zur Schneiderin ausbildet. Dabei stellen sie Kleidung für Einheimische her und produzieren Kissen aus afrikanischen Stoffen für den Verkauf hier in Hamburg. Das gibt den jungen Frauen eine Perspektive und erfüllt sie mit Stolz, weil sie ihre Kissen auf europäischen Sofas wissen.
Birgit Rohde erfüllte sich mit dem Projekt einen Herzenswunsch: „Ich bekomme Gänsehaut von der positiven Resonanz, die ich so nicht erwartet habe.“ Das gute Gefühl, mit dem Engagement in Togo viel Gutes zu bewirken, wiege die Schwierigkeiten mit der Finanzierung des Projekts und der mühevollen Akquise potenzieller Partner auf.
Social Entrepreneure – weltweit engagiert
„Unser Erfolgsteam ist Gold wert“, sagt Birgit Koch. Die Unternehmensberaterin hat sich mit einer Personalentwicklerin und einer Heilpraktikerin zusammengetan. Alle drei bieten Dienstleitungen an. Alle drei sind schon lange in ihrer Branche selbstständig. Und: Alle drei haben einen Ortswechsel hinter sich. Die gemeinsame Herausforderung besteht darin, den Markteintritt in der neuen Umgebung zu gestalten, neue Kontakte zu knüpfen und Aufträge zu generieren.„Schon nach drei Monaten kann ich sagen: Das Erfolgsteam hat meine Erwartungen deutlich übertroffen.“
Birgit Koch ist begeistert von der Methode Erfolgsteam. „Das ist wie ein gegenseitiges Coaching. In unserer verbindlichen Gruppe geht es um das Weiterkommen jeder Einzelnen. Weil jede profitiert, ziehen alle an einem Strang. Es wächst gegenseitiges Vertrauen, sodass wir gegenseitig unsere Netzwerke öffnen – zum Nutzen aller.“
Angelegt ist ein Erfolgsteam für sechs Monate. Birgit Koch und ihre Mitstreiterinnen werden sich auch nach dem halben Jahr regelmäßig treffen, um Ermutigung und Feedback zu bekommen, hilfreiche Anregungen und neue Kontakte. Die drei Ladys planen sogar als Erfolgsteam eine gemeinsame Veranstaltung.
Der Begriff Social Entrepreneurship bezeichnet eine unternehmerische Tätigkeit, die sich eine innovative, pragmatische und langfristige Lösung sozialer Probleme zum Ziel setzt. Der Begriff fand um die Jahrtausendwende Einzug in Deutschland und seit 2005 bilden sich weltweit immer mehr Verbände von Sozialunternehmern. Großen Anteil an der Entwicklung und Verbreitung der Social Entrepreneurship-Bewegung hat der US-Amerikaner Bill Drayton. Er gründete das Sozialunternehmer-Netzwerk Ashoka, das Menschen fördert, die nachhaltig positiven sozialen Wandel anstreben. Ashoka agiert aktuell weltweit in 80 Ländern und unterstützt über 3000 soziale Gründer, darunter 60 in Deutschland.
Ein Social Entrepreneur zeichnet sich durch Unternehmertugenden wie Kreativität, Mut und Visionskraft aus – und zusätzlich durch ein Verständnis für die Anliegen der Hilfsbedürftigen. Ein prominentes Beispiel aus Hamburg ist Hanseatic Help e.V., das mit Hilfe eines etablierten Logistiksystems internationale Krisenregionen mit Sachspenden versorgt. Dafür erhielt der Verein den Sonderpreis der Bundeskanzlerin im startsocial-Wettbewerb 2017 für soziales Engagement.
Social Impact Lab – ein starker Partner für engagierte Gründer
Haben Sie eine Geschäftsidee, die sowohl eine gesellschaftliche Entwicklung fördert, als auch unternehmerische Rentabilität verspricht? Dann weisen wir Sie auf die zahlreichen Unterstützungsprogramme für Gründer sozialer Unternehmen hin:
- Das Social Impact Lab mit 14 Standorten in Deutschland stellt Räume für Arbeit und Vernetzung sozialer Unternehmen zur Verfügung und hilft dabei, finanzielle Ressourcen durch öffentliche Förderprogramme, Stiftungsgelder, Spenden, Bankkredite oder Crowdfunding zu akquirieren.
- Eine Zusammenarbeit mit der Spendenplattform betterplace.org kann bei der Finanzierung gemeinnütziger Vorhaben helfen. Mit der Hamburger Sparkasse wird eine gemeinsame Online-Plattform WirWunder betrieben, bei dem sich soziale Projekte in der Stadt vorstellen und um Spenden werben können.
Möchten Sie sich mehr mit dem Thema Social Entrepreneur beschäftigen? Dann empfehlen wir Ihnen diese Lektüre:
- „Herausforderungen bei der Gründung und Skalierung von Sozialunternehmen“ In einer Studie entwickelt das Bundesministerium für Wirtschaft welche Rahmenbedingungen Social Entrepreneurs benötigen.
- „Nationale Strategie für Soziale Innovation und Gemeinwohlorientierte Unternehmen“. Das BMWK/BMBF behandelt ausdrücklich soziale Innovationen.
- „Gutes TUN. Geschäfte MACHEN.“ Dieser Gründungsleitfaden der Wirtschaftskammer Österreich richtet sich direkt an Social Entrepreneurs.
Auf den Punkt gebracht
- Werte integrieren:
Ein klares gesellschaftliches Ziel schärft Ihre Marke und zieht Kunden an, die Wert auf Nachhaltigkeit und ethisches Handeln legen. - Wirtschaftlichkeit sichern:
Soziale Verantwortung und Profit schließen sich nicht aus – eine solide Kalkulation ist die Voraussetzung, um langfristig Gutes bewirken zu können. - Zukunftsfähig agieren:
Durch die Ausrichtung an gesellschaftlichen Bedarfen besetzen Sie relevante Nischen und sichern die Relevanz Ihres Business in einem sich wandelnden Markt
Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre gesellschaftliche Vision mit einem soliden Unternehmensfundament zu vereinen.

